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Birnenblüten in der niesligen Regenzeit

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NC
5 days ago
Solange ich mich erinnern kann, blieb das Sprachenlernen für mich meist irgendwo zwischen Vorstellungskraft und Tagträumen. Um dieses Patt zu durchbrechen, hat meine Mutter für mich die Frauenuniversität Ewha ausgewählt, und ich beschloss, mir einen Monat Zeit zu geben, um nach Seoul zu fliegen und am dreiwöchigen Kurzzeit-Sprachprogramm der Frauenuniversität Ewha teilzunehmen. Das war nicht nur eine Lernreise, sondern auch eine kleine Auslandsstudium-Erfahrung, bei der es darum ging, Dinge wirklich umzusetzen und selbstständig zu leben. Als wir uns für das Sprachprogramm bewarben, hatte meine Mutter auf der Website von Creatrip bereits alles nachgeschaut, also entschieden wir uns sofort.
Da es nicht das erste Mal war, dass ich dieses Land betreten habe, und ich ein- bis zweimal pro Jahr komme, habe ich mich sehr schnell an das Leben hier angepasst. Der Stundenplan des Sprachprogramms von der Frauenuniversität Ewha ist wirklich gut durchdacht, jeden Tag von 14:00 bis 17:30 Uhr, keine Ganztagskurse, die einen komplett auslaugen, sodass wir trotzdem noch viel Zeit hatten, das Leben in Korea zu erleben. In diesen drei Wochen hat das tägliche, intensive Training in Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben meinen Koreanisch-Modus schnell eingeschaltet. Weil ich auf dem absoluten Anfängerlevel war, musste ich die 40 Buchstaben in nur drei Tagen lernen, die Lehrerin hat daraus praktisch einen Crashkurs gemacht. Am meisten Eindruck hinterlassen hat bei mir die Sprechpraxis im Unterricht, die Lehrerin hat uns wirklich ermutigt, uns auszudrücken, und selbst wenn unsere Grammatik falsch war oder die Aussprache nicht ganz stimmte, wurde geduldig langsamer gesprochen und alles mehrmals wiederholt.
Neben dem Sprachunterricht hatten wir auch zwei Kulturkurse. Der erste war ein Gruppenausflug des gesamten Sprachprogramms, um eine koreanische Kulturaufführung anzuschauen und eine Ausstellung zu besuchen. Der zweite war Taekwondo, und schon nach ein paar Stunden war ich ehrlich gesagt total begeistert. Beides waren Aktivitäten, die ich zuvor noch nie erlebt hatte. Einen Taekwondo-Anzug anzuziehen, die grundlegenden Kampfrufe zu üben und Holzbretter zu zerbrechen, hat mir das Gefühl gegeben, dass es sich absolut gelohnt hat.
Bild aus dem Texteditor
Bild aus dem Texteditor
Was die Unterkunft angeht, habe ich das Wohnheim der Schule ebenfalls über Creatrip gebucht. Es liegt oben in den Bergen, aber an normalen Tagen gibt es einen kostenlosen Shuttlebus, der am Haupttor und an der Dreiweg-Kreuzung hält. Sonntags gibt es tatsächlich keinen, dann muss man den Hügel hinunterlaufen und wieder hinauf. Manche rufen Uber, aber wenn du nicht gern läufst und ein bisschen bergauf gehen musst, könnte es echt schwierig werden, denn es liegt wirklich tief in den Bergen. Ich habe vorher extra Beiträge dazu gesucht, gesehen, wie schwer es zu buchen ist, und war richtig nervös, aber dann hat mir Creatrip eine E-Mail geschickt, damit ich bezahlen kann! Null Aufwand. Es sind zwei Personen pro Zimmer, und ich fand den Platz ziemlich groß. Die Mitbewohnerin, die ich kennengelernt habe, war auch super, aber das hängt davon ab, welches Zimmer man bekommt. Unser Zimmer war nahe am hinteren Ende, daher war es echt weit bis zum Bad, und es gab keine Wasserquelle im Zimmer, was etwas unpraktisch war. Unten gibt es ein Restaurant und einen Getränkeladen sowie einen CU-Convenience-Store, die Ausstattung ist insgesamt sehr vollständig. Du kannst das Mensamenü vorher checken, um zu sehen, ob dich etwas anspricht, aber ich fand es ziemlich gut. Eine Mahlzeit kostet 5.300 koreanische Won, und es gibt Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die Besitzerin des Getränkeladens ist auch richtig freundlich, und wenn sie sieht, dass du internationale:r Student:in bist, macht sie sogar eine kleine Show für dich. CU füllt regelmäßig nach, und es ist im Grunde genau das Gleiche wie das, was sie draußen verkaufen, nur ohne limitierte Artikel.
Bild aus dem Texteditor
Nach dem Unterricht bin ich oft zu Fuß nach Hongdae oder Sinchon gegangen, denn abgesehen von der Hauptstraße ist es rund um die Frauenuniversität Ewha ziemlich ruhig und etwas heruntergekommen. Hongdae und Sinchon sind dagegen wirklich lebhaft und haben länger geöffnet. Mein Bewegungsziel hatte ich damit im Handumdrehen erreicht. Auf dem Weg von Sinchon nach Hongdae gibt es außerdem viele Supermärkte. Zurück im Wohnheim bin ich dann meistens trotzdem noch ins Fitnessstudio gegangen, um das Laufband und das Ergometer zu nutzen.
Bild aus dem Texteditor
Eine Sache, für die ich auch wirklich dankbar bin, ist, dass nach der Hälfte des Sprachprogramms viele Mitschüler:innen wegen Wechselkursen und verschiedenen Agenturthemen entweder etwas weniger zahlen mussten oder zusätzlich Geld zurückziehen wollten, und Creatrip hat das extrem gut gehandhabt!!
Bild aus dem Texteditor