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[Kochen & Essen] Warum hat niemand daran gedacht, Dosenverschlüsse wieder zu versiegeln?Creatrip Team
24 days ago
Ein koreanisches Start-up, Ignis, stellte einen wiederverschließbaren Dosendeckel namens XO Lid vor, der von seiner deutschen Tochtergesellschaft Xolution entwickelt wurde. Anders als herkömmliche Dosen, die nur einmal geöffnet werden können, lässt sich der XO Lid auf- und zuschieben, um Kohlensäure und Frische zu bewahren; Unternehmenstests zufolge liegt der CO2-Verlust nach dem Wiederverschließen bei etwa 9,7 % gegenüber 21,6 % bei PET (Polyethylenterephthalat). Große Getränkemarken wie Monster Energy und AB InBev haben die Technologie übernommen, und die koreanische Limonadenmarke CLOOP verkaufte ihre ersten 1 Million Dosen in drei Wochen. Xolution produziert derzeit 120 Millionen Deckel pro Jahr, plant jedoch, die Kapazität durch die Zentralisierung der Produktion in Deutschland auf 600 Millionen jährlich zu steigern, um die Kosten um rund 40 % zu senken und die Preise wettbewerbsfähig zu machen. Der Artikel ordnet dieses Produkt in den größeren Kontext sich wandelnder Umweltregulierung ein – insbesondere der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) –, die den Fokus von der Abfallbehandlung hin dazu verlagert, Abfall von Anfang an durch Design zu vermeiden. Auch wenn der XO Lid das Problem des Verpackungsmülls nicht allein lösen wird, veranschaulicht er, wie eine durch Regulierung getriebene Marktnachfrage schrittweise Innovationen anstoßen kann, die Alltagsgegenstände neu gestalten. Das Unternehmen erwartet, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der Stückkosten ab 2027 verbessert und bis 2028 gesichert ist, doch eine breitere Einführung hängt weiterhin von Preis, Verbraucherakzeptanz und nachgewiesener Umweltwirkung ab.
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