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FlagFillIconNow In Korea
Wie japanische Lehrbücher das gehörnte Bild des koreanischen ‚Dokkaebi‘ prägten
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Creatrip Team
23 days ago
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Der koreanische Volkskundler Kim Jong-dae argumentiert, dass das vertraute Bild des gehörnten Dokkaebi (koreanischer Kobold) während der japanischen Kolonialherrschaft entstanden sei, als das Kolonialamt für Bildung in den 1920er Jahren in das koreanische Lesebuch „Joseon-eodokbon“ Illustrationen des japanischen Oni (Dämon) aufnahm. Historisch gesehen waren Dokkaebi in koreanischen Quellen verspielte Haus- oder Schutzgeister – mit Bezeichnungen wie Dotgabi, Heoju oder Dokgakgwi – die mit Langlebigkeit, Reichtum, Musik und Schabernack verbunden waren, nicht mit furchteinflößenden Monstern. Die neue Kinderausstellung des National Folk Museum „My Friend Dokkaebi“ zielt darauf ab, Missverständnisse zu korrigieren: Umfragen zeigten, dass viele Kinder Dokkaebi mit dem gehörnten Oni in Verbindung bringen, doch wenn man ihnen traditionelle Erzählungen erzählt, antworten sie, Dokkaebi wirkten freundlich und spaßig. Das Museum kategorisiert Dokkaebi-Geschichten in zehn Typen und gestaltet sie als Abenteuergeschichten neu, die zum Spielen und zur Neugier ermutigen. Kim bezeichnet die Lehrbuchillustrationen als eine Form „kultureller Invasion“ und sagt, das Bild sei durch Schulbildung und nicht durch natürlichen kulturellen Austausch eingepflanzt worden.
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