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Von 31% freien Plätzen bis nahezu 0%: Die 10-jährige Wende der K-Original-MusicalsCreatrip Team
a month ago
Südkoreas heimische (K-creative) Musicalszene hat in den vergangenen zehn Jahren sowohl quantitativ als auch qualitativ Wachstum erzielt. Im Jahr 2025 verzeichneten originale koreanische Musicals einen Gesamtumsatz von 229,7 Milliarden Won und übertrafen damit erstmals lizenzierte internationale Produktionen. Ein entscheidender Faktor waren lang laufende Repertoireproduktionen in kleinen Theatern (so-geukjang) – Titel wie „Fanletter“, „Maybe Happy Ending“, „The Legendary Little Basketball Team“, „Secretly, Greatly“ und „ANNE“ –, die die starke Abhängigkeit von Freikarten verringerten und eine treue, zahlende Fangemeinde aufbauten. Daten aus dem Korea Performing Arts Integrated System (KOPIS) zeigen, dass die Freikartenquoten bei stabilen Laufzeiten von saisonalen Höchstständen von etwa 31 % auf ungefähr 0–2 % sanken, was darauf hindeutet, dass die Plätze zunehmend von zahlenden Stammzuschauern besetzt werden. Der durchschnittliche Ticketerlös für gut laufende kleine Musicals mit rund 300 Sitzplätzen stieg um 39,6 % von 37.600 Won im Jahr 2022 auf 52.500 Won im vergangenen Jahr und lag damit deutlich über der Inflation, da sich die Produktionen von Vorschau-Rabatten und werblichem „Dumping“ entfernten. Zwei erfolgreiche Strategien kristallisierten sich heraus: in intimen Spielstätten zu bleiben und zugleich die Zahl der Aufführungen stark zu erhöhen, oder von kleinen auf mittlere bzw. große Theater zu skalieren, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Diese Veränderungen haben die finanzielle Stabilität der Produzenten gestärkt und gezeigt, dass zehn Jahre alte koreanische Werke zu dauerhaften Kulturmarken und zu Maßstäben für nachhaltiges Wachstum bei neuen Produktionen werden können.
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