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„Alexa, was ist eine Akte?“ — Ein Museumsirrgarten der Informationen
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Creatrip Team
a month ago
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Das Archiv des Seoul Museum of Art präsentiert „To Alexa“, eine thematische Ausstellung, die den Wert von Aufzeichnungen und Informationen im digitalen Zeitalter hinterfragt. Unter Bezugnahme sowohl auf die antike Bibliothek von Alexandria als auch auf Amazons Alexa zeichnet die Ausstellung (zu sehen bis 26. Juli) nach, wie Menschen heute riesige Datenmengen sortieren und kontrollieren. Die Galerieräume sind wie E-Mail organisiert – „Sent“ für historische Dokumente und Wahrnehmung, „Inbox“ für angesammelte Daten und alternative Aufzeichnungen. Zu den Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern zählen Sung Neung-kyungs rekonstruierte Zeitungsfoto-Collage „Site 6“ (1978–1981), die Pressebilder und redaktionelle Markierungen zu einer einzigen Karte zusammensetzt, sowie No Song-hees „Drift Draft“ (2026), das wiederholt eine Blumenpostkarte scannt und ausdruckt, um zu zeigen, wie Originale durch Datenzyklen an Qualität verlieren. Park Ji-hos „One to Ten“ (2026) nutzt eine Zeichenmaschine und Algorithmen, um die KI-Bildproduktion zu zerlegen. Die Schau setzt weniger auf Spektakel als darauf, das Tempo der Betrachtenden zu drosseln – sie lädt dazu ein, das geordnete Labyrinth des Museums zu durchqueren und angesichts von fünf Jahrzehnten Informationsüberfluss zu aktiven Informationssuchenden zu werden.
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