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Eine moderne Wendung für Shakespeare: „Romeo and Juliet Again“ durchbricht die klassische IllusionCreatrip Team
18 days ago
Beim 20. DIMF (Daegu International Musical Festival) interpretiert das neue Musical „Romeo and Juliet Again“ Shakespeares Tragödie als zeitgenössische heimische Satire neu. Das Ehepaar – Romeo, ein Regisseur, der seinen Hintergrund verborgen hat, um Ruhm zu erlangen, und Juliet, eine angehende Dramatikerin – kämpft mit alltäglichen Problemen wie Geld- und Lebensmittelknappheit und steuert auf eine Scheidung zu, während es zugleich gezwungen ist, an einer karriereentscheidenden Produktion in einem Globe-ähnlichen Theater zusammenzuarbeiten.
Die Inszenierung arbeitet mit einer Theater-im-Theater-Struktur (Rahmenhandlung) und einer kleinen zentralen Bühne, um die harte Realität des streitenden Paares den früheren romantischen Vorstellungen gegenüberzustellen, unterstützt von eingängigen Songs und pointierten Dialogen. Kritiker lobten die einfallsreiche Form und den fesselnden Schwung zu Beginn, bemängelten jedoch eine schwächere zweite Hälfte: Die Intrigen des Bösewichts vereinfachen den Konflikt, die Auflösungen wirken abrupt, und die abschließende Versöhnung tendiert eher zu einem sicheren komödiantischen Ende als zur schärferen sozialen Satire, die zuvor angedeutet wurde.
Insgesamt zeigt das Musical ein starkes Potenzial des jungen Kreativteams, benötigt jedoch strafferes Episodenhandwerk und eine tiefere kausale Figurenführung, bevor es auf kommerzielle Bühnen wechselt.
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