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Südkorea erwägt eine 'Zuckersteuer', um gegen die steigende Fettleibigkeit und Diabetes zu kämpfen.Creatrip Team
6 months ago
Südkorea steht vor einem Anstieg von Adipositas und Diabetes, besonders bei Kindern: Die Adipositas unter Jugendlichen hat sich von 2014 bis 2021 fast verdoppelt, und viele Menschen konsumieren zu viel zugesetzten Zucker. Gesundheitsexperten machen zuckerhaltige Getränke verantwortlich und schlagen eine gezielte „Zuckerabgabe“ (설탕 부담금) auf stark zuckerhaltige Getränke statt einer allgemeinen Zuckersteuer vor. Modelle, die auf der britischen Abgabe basieren, würden die Gebühren nach Zucker pro 100 ml staffeln und schätzungsweise 220 Milliarden Won (etwa 2200억원) jährlich einbringen, um öffentliche und schulische Gesundheitsprogramme, Gutscheine für einkommensschwache Kinder und eine stärkere öffentliche Gesundheitsversorgung zu finanzieren. Befürworter – darunter medizinische Fachgesellschaften und der Präsident – sehen die Abgabe als Investition in die öffentliche Gesundheit, um langfristige gesellschaftliche Kosten zu senken. Kritiker warnen vor „Sugarflation“ (preisgetriebene Inflation) und möglichen Schäden für kleine Unternehmen, während Experten auf internationale Belege hinweisen, dass ähnliche Abgaben Hersteller dazu veranlasst haben, den Zuckergehalt zu senken und so das Krankheitsrisiko zu verringern.
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