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FlagFillIconNow In Korea
„Unverstanden, doch das Leben fühlte sich lebenswert an“ — Lee Kun-yongs 50 Jahre experimentelle Kunst
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Creatrip Team
6 months ago
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In der Pace Gallery Seoul bis zum 28. März hat der 84-jährige Künstler Lee Kun-yong seine Performance von 1975 „Logic of Place“ nachgestellt: Er zeichnete einen Kreis auf den Boden und nutzte wiederholte gesprochene Markierungen, um zu erforschen, wie „hier“ und „dort“ von der Position jeder Person abhängen. Die Ausstellung „The Thinking Body“ würdigt seine 50-jährige Praxis der Performancekunst — das, was er „Logical Events“ nennt — und zeigt Archivvideos, Fotografien und detaillierte Instruktionsnotizen, die belegen, dass seine Performances geplante, regelbasierte Handlungen sind, die durch körperliche Akte die Grenzen der Sprache ausloten. Zu den gezeigten Werken gehören frühe Arbeiten wie „Same Area“, „Interior Measurement“ (Raummessung durch Abrollen eines Maßbands), „Hand Logic 3“, das unbeholfene „건빵 먹기“ (Hardtack essen), ausgeführt mit einem verkrusteten steifen Arm, und die „Bodyscape“-Gemälde, die Körpertrajektorien auf Leinwände übertragen. Als Gründungsfigur der koreanischen Avantgarde-Gruppen und von ST (Space and Time) erlebte Lee in den 1970er-Jahren Missverständnis und staatliches Misstrauen — seine öffentlichen Interventionen wurden manchmal abgebaut, und er wurde zeitweise festgehalten und geschlagen — doch sagt er, das „Missverstandenwerden“ habe seine Kreativität befeuert. Jetzt, in seinen Achtzigern, begrüßt er die Unvorhersehbarkeit alternder Körper als eine weitere Quelle künstlerischer Möglichkeiten. Die Ausstellung ist bis zum 28. März kostenlos zu sehen.
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