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FlagFillIconNow In Korea
Die Schönheit des Verfalls: Die Ausstellung 'Decay Art' des MMCA findet zeitlose Weisheit in der Zersetzung.
Creatrip Team
a month ago
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Das Nationale Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst (MMCA) in Seoul präsentiert „Sak-da: Die Poetik der Zersetzung“, eine Ausstellung, die sich auf Verfalls-, oder Zersetzungskunst konzentriert – Werke, die so gestaltet sind, dass sie sich im Laufe der Zeit verändern, verrotten oder sich auflösen. „Sak-da“ (koreanisches Verb, das die Veränderung der Form oder den Zerfall bedeutet und auch Fermentation und Geschmacksentwicklung andeutet) rahmt die Schau, die Verwundbarkeit, Zeit und das Zusammenleben mit nichtmenschlichen Akteuren erkundet. Historische Vorläufer umfassen Japans Kusōzu (buddhistische Gemälde vom Verfall des Körpers) und Europas Vanitas, während moderne Beispiele vom Arte Povera bis zu Damien Hirst und Lee Bul reichen. Zeitgenössische Arbeiten verbinden Bio‑Art, Ökologie und Ritual: Lee Eun-jaes dotterbasierte Gemälde reißen sichtbar und verblassen; Asad Razas „Absorption“ bietet Erde aus Abfällen (einschließlich frittierten Hühnerknochen) zum Mitnehmen für Besucher; Yuko Mohris Arbeiten werden mit Energie aus verrottendem Obst betrieben; Edgar Calel zeigt verrottende Opfergaben, die durch Maya‑Ritual unter sorgender Obhut aktiviert werden; Delcy Morelos und Dan Lie stellen Erde, Mikroben und Insekten als Mitwirkende in den Vordergrund. Die Schau stellt die Bewahrungsrolle von Museen infrage und knüpft an einen koreanischen Kulturtrend, muhaehan saram („harmloser Mensch“), an, der sanftes Zusammenleben über dauerhaften Ruhm stellt. Die Ausstellung fragt, ob Kunst – und Institutionen – Zersetzung als Form eines ethischen Lebens und geteilter Kreativität akzeptieren können.
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