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Frankreich: Mehr Kampf als Romantik – Eine Geschichte von Konflikten und Widersprüchen
Creatrip Team
a month ago
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Der Historiker Joo Kyung-chul argumentiert in seiner fast 1.000-seitigen Frankreich-Geschichte, dass das vertraute Bild Frankreichs als Land der Seine, des Eiffelturms und der Romantik weitgehend erst nach dem Ersten Weltkrieg geformt wurde. Über zwei Jahrtausende lässt sich die Geschichte Frankreichs besser als ein andauernder Kampf beschreiben — innere Kriege, Revolutionen, die Pariser Kommune, die Dreyfus-Affäre, die Aufstände von 1968 — die eine „aus Blut gewachsene Vielfalt“ hervorbrachten. Das Buch hebt Frankreichs große Errungenschaften hervor (aufklärerische Denker wie Rousseau und Voltaire, frühe Experimente mit modernen Institutionen, frühe Abschaffung der Sklaverei) ebenso wie dunkle Episoden: revolutionäre Gewalt gegen lokale Bevölkerungen, imperialistische Brutalität in Afrika und Asien sowie aggressive Kriege unter Ludwig XIV. und Napoleon. Joo stellt fest, dass die französische Geschichte von inneren Konflikten geprägt ist („Bürgerkrieg“, wie es der Historiker Marc Ferro nannte) und dass die zeitgenössische Selbstwahrnehmung der Franzosen als Zentrum Europas und der Welt Ressentiments hervorrufen kann. Nun, kurz vor dem Ruhestand, plant Joo ein neues Forschungsbüro und ein Weltgeschichte-Buch für Mittelstufenschüler.
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