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FlagFillIconNow In Korea
Zwei abstrakte Stimmen treffen sich: Ethel Adnan und Lee Seung-ja in Seoul
Creatrip Team
a month ago
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Die White Cube Seoul in Sinsa, Gangnam zeigt eine Zweipersonenausstellung „Meeting the Sun“, die die in Libanon geborene Künstlerin Ethel Adnan (1925–2021) und die koreanisch-französische Erstgenerationen-Abstraktmalerin Lee Seung-ja (이성자, 1918–2009) zusammenbringt. Die Galerie stellt Adnan erstmals in Korea vor und wählte Lee als passenden koreanischen Gegenpol: Beide waren Außenseiter in der Pariser Kunstszene, entwickelten sich zur reinen Abstraktion und teilten philosophische, kosmische Anliegen. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf ein Gedicht von Adnan aus dem Jahr 1968, das um den Tod des ersten Astronauten trauert, und knüpft an Lees langjährige Beschäftigung mit kosmischen Themen an. In ihren Werken tauchen Himmelsmotive wiederholt auf — Adnan wiederholt oft Sonnen, Monde und die Silhouette des Mount Tamalpais, während Lee geometrische Strukturen anordnet, die an Planeten und die Erde erinnern. Adnans Weg führte von Philosophiestudien an der Sorbonne zur Malerei in Kalifornien, dann ins Exil von Beirut nach Paris, wo sie Bruch und Erinnerung in eine zurückhaltende abstrakte Sprache verwandelte. Lee, die während der Kolonialzeit in Japan studierte und 1951 nach Frankreich zog, entwickelte eine geschichtete, texturierte Abstraktion, die Heimat- und Muttergefühle verdichtete; nach einer erfolgreichen Rückkehrausstellung in Korea 1965 griff sie zunehmend auf kosmische Motive zurück. Die Ausstellung läuft bis zum 7. März.
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