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Die zweischneidige Welle des 'Dubboonku'-Wahns: Beliebtheit, Plagiat und IP-LückenCreatrip Team
2 months ago
Ein kleiner koreanischer Keks mit dem Spitznamen „Dubboonku“ (Kurzform für Dubai-chewy-Cookie) ist zu einem landesweiten Trend geworden, zieht lange Schlangen an Pop‑up‑Ständen an und ist innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Der ursprüngliche Hersteller, Mont Cookie, trug zur Popularisierung des mundgerechten Desserts bei, doch viele andere Unternehmen – von Nudelgeschäften bis zu Convenience‑Stores – stellen und verkaufen inzwischen ähnliche Produkte. Da Rezepte und Lebensmittel‑Designs unter den bestehenden Immaterialgüterrechtsregeln nur schwer zu schützen sind, kontrolliert kein einzelner Besitzer die Dubboonku‑Formel. Diese Offenheit förderte die schnelle Verbreitung und lokale Geschäftstätigkeit, brachte jedoch Nebenwirkungen mit sich: stark steigende Preise für importierte Pistazien (eine wichtige Zutat), Versorgungsengpässe und Beschwerden, dass große Händler kleine örtliche Anbieter verdrängen. Experten weisen darauf hin, dass die Patentierung eines Rezepts den Nachweis von Neuheit und einem technischen Fortschritt über subjektiven Geschmack hinaus erfordert, ein schwieriger Maßstab. Korea hat Programme gestartet, um kleinen Unternehmen bei der Registrierung von Marken und geistigem Eigentum zu helfen, mit dem Ziel, Wiederholungen von Kontroversen wie dem Fall „Deopjuk“ 2020 (ein früherer Rezeptplagiatsstreit) zu verhindern und den Schutz von Kreativen zu fördern, während Innovation und fairer Wettbewerb ausbalanciert werden.
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