Now In Korea
Farben- und Formschichten schaffen eine neue Resonanz bei „Rhythm of Silence”Creatrip Team
2 months ago
Eine Gruppenausstellung „Rhythm of Silence“ läuft bis nächsten Monat in Liemann Muffin Seoul in Yongsan und zeigt die koreanischen abstrakten Malerinnen in der Mitte ihrer Karriere Seong Nak-hee, Lee So-jung und Han Jin. Obwohl jede Künstlerin unterschiedliche Materialien und Methoden verwendet, teilen ihre Arbeiten eine starke Farb- und Rhythmussensibilität, die in demselben Galerieraum einen resonanten Dialog erzeugt. Seong (55) zeigt lebendige, gleichmäßig verlaufende Leinwände, die an Computergrafik und improvisatorische Bewegung erinnern; ihre Titel stammen oft aus flüchtigen Eindrücken von Büchern, Gesprächen, Musik oder dem Alltag. Lee (47), in traditioneller ostasiatischer Malerei ausgebildet, verwendet Fragmente früherer Werke auf Holztafeln wieder und übermalt sie mit Tusche und goldener Acrylfarbe, um geschichtete, geordnete Oberflächen zu bilden—ihr Werk „Nojimilsik“ zeigt diesen collageartigen Prozess. Han (47) erforscht verblassende Objekte und subtile, nonverbale Empfindungen—was sie „Stille“ nennt—indem sie wiederholt Spuren abschabt und schichtet, um Erinnerung und emotionalisierte Zeit zu materialisieren; ihr Werk „The Night Still Must Wait, and Day Is Not an Image“ zentriert eine himmelblaue Öffnung, die das Liegen in einem Wald oder den Blick auf einen See suggerieren kann. Kuratorin Maeng Ji-young betont, wie die visuellen Rhythmen und kontrastierenden Ansätze der Künstlerinnen eine ruhige, aber dichte sinnliche Spannung erzeugen und die Betrachter einladen, eine neue kollektive Resonanz zu erleben, die durch ihr sich kreuzendes Schaffen entsteht.
Gefällt Ihnen diese Information?