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Eine Reise durch die koreanische Geschichte mit Brot: Von der ersten Bäckerei 1895 bis zu den heutigen „Brot-Pilgerreisen”Creatrip Team
7 months ago
Das Nationalmuseum für zeitgenössische koreanische Geschichte veröffentlichte „Koreas Konditorei und Bäckerei“, das die moderne Geschichte des Landes anhand von Bäckereien nachzeichnet. Koreas erste Bäckerei eröffnete 1895 in der Nähe der heutigen Station Myeong-dong, in einem Jahr großer Reformen und der Ermordung der Königin (Eulmi-Zwischenfall). Das Buch kartiert die Verteilung von Bäckereien von einem Laden im Jahr 1895 bis zu 27.516 im Jahr 2025, wobei die Bezirke Gangnam und Mapo in Seoul am dichtesten besiedelt sind. Der Autor skizziert vier Phasen: die Einführung westlichen, japanischen Brotes in der Kolonialzeit und der Aufstieg einheimischer Bäcker; die Massenbrotindustrie der 1960er Jahre, unterstützt durch staatliche Ernährungsförderungsmaßnahmen; der Zustrom amerikanischer Brote und Fast Food in den 1980er Jahren; und das Wachstum von Franchise-Bäckereien sowie die weltweite Expansion im 21. Jahrhundert. Bäckereien des frühen 20. Jahrhunderts wurden oft von Japanern geführt, während Koreaner Brot auf der Straße verkauften; nach der Befreiung tauchten Namen wie Sangmidang (Vorläufer von Paris Baguette) und Yeongildang auf. Franchise-Unternehmen wie Paris Baguette und Tous Les Jours expandierten ab den späten 1980er–1990er Jahren, doch seit 2010 haben charakteristische lokale Bäckereien eine „Brot-Pilger“-Kultur („ppangji sunlye“ – den Besuch berühmter Bäckereien) wiederbelebt, die die anhaltende Spannung und Kreativität zwischen Konzernketten und lokalen Ladenlokalen widerspiegelt.
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