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Taktile Stillleben oder andächtiges Ikon? Zurbaráns „Agnus Dei“ fasziniert Ausstellung in SeoulCreatrip Team
2 months ago
Ein kleines, aber kraftvolles Gemälde des 17. Jahrhunderts von Francisco de Zurbarán, Agnus Dei (ca. 1635–1640), zieht auf der Ausstellung „From Renaissance to Impressionism“ in Seoul Aufmerksamkeit auf sich. Vor einem dunklen Hintergrund ist ein gefesseltes, opferbereites Lamm mit dramatischem Chiaroscuro beleuchtet, sein Vlies so realistisch gemalt, dass es berührbar erscheint. Zurbarán, oft der „spanische Caravaggio“ genannt, wurde für Werke gefeiert, die fromme religiöse Bildsprache und Stillleben verschwimmen lassen. Das San Diego Museum of Art hat diese Version – mit der lateinischen Inschrift TANQUAM AGNUS („wie ein Lamm“) und einem subtilen Heiligenschein versehen – ausgeliehen, um zu zeigen, wie der Künstler Genres verschmolz und wie solche Bilder biblische Vergleiche Jesu als Opferlamm referenzierten. Die intime Größe und die feierliche Stimmung des Werks unterstreichen seine Bedeutung in der Geschichte von Stillleben und religiöser Malerei.
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