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Pianist Krystian Zimerman warnt, dass Europas klassische Szene schläft und ändert ProgrammeCreatrip Team
2 months ago
Der polnische Pianist Krystian Zimerman (Gewinner des Chopin-Wettbewerbs 1975) tritt vom 11. bis 22. Januar in Südkorea mit sechs Rezitalen auf. In einem ungewöhnlichen Ansatz wird er die Programme nicht im Voraus ankündigen und plant, für jedes Konzert spontan aus über 60 Präludien zu wählen, um emotional ehrlich zum Publikum zu bleiben. Sein Repertoire wird bekannte Präludien von Chopin, Schubert, Bach und Rachmaninoff sowie weniger bekannte Komponisten umfassen, die er dem koreanischen Publikum vorstellen möchte. Zimerman lobte die Musikausbildung in Asien — er verwies auf die starke Präsenz asiatischer Pianisten bei jüngsten Chopin-Wettbewerben — und nannte insbesondere Korea, China und Japan als Produzenten talentierter junger Interpreten. Er warnte, dass die klassische Musik in Europa einem „desaströsen“ Rückgang gegenüberstehe, da das junge Publikum schrumpfe, und machte Kürzungen in der Musikausbildung und die Gleichgültigkeit der Medien dafür verantwortlich. Zimerman erzählte auch, dass der Chopin-Wettbewerb in seiner Karriere weniger ein Ausgangspunkt als eine Krönung gewesen sei. (Hinweis: „Chopin-Wettbewerb“ = ein internationaler Klavierwettbewerb in Warschau zu Ehren des Komponisten Frédéric Chopin)
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