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Warum wütende Bauern teuren Champagner in den Fluss warfenCreatrip Team
2 months ago
1911 erhoben sich die Champagner-Erzeuger im französischen Marne-Tal in Protest, nachdem große Négociants heimlich minderwertige Trauben von außerhalb der Region (z. B. Loire, Languedoc, sogar Burgund) verwendeten, um falschen „Champagner“ herzustellen und zu verkaufen. Angesichts schlechter Ernten und der Reblausattacken griffen Erzeuger Lagerhäuser an, verbrannten Steuerbescheide und kippten — auf dem Höhepunkt der Unruhen — teure Flaschen in die Marne, um den Schutz ihres Terroirs zu fordern. Die Unruhen führten zu gesetzlichen Vorgaben, was als Champagne bezeichnet werden darf, und schließlich 1936 zum AOC- (Appellation d'Origine Contrôlée-) Schutz. Eine Familie, Haton (Aton), verwandelte die Krise in eine Chance: Nach Jahrhunderten des Weinanbaus in Damery (Vallée de la Marne) gründeten sie ihr eigenes Champagnerhaus und setzen heute Pinot Meunier als ihre charakteristische Rebsorte in den Mittelpunkt. Aton bewirtschaftet etwa 60 ha (davon 45 ha Eigentum), lagert Cuvées von 2 bis über 10 Jahren und produziert Stilrichtungen von Pinot-Meunier-geprägtem Brut Classic bis zu Chardonnay-dominantem Grand Cru Blanc de Blancs und Rosé. Ihre Philosophie legt Wert auf ausgewogene, langlebige Qualität statt auf Trends.
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