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„Die Biographie von Myom“ zeichnet ein Bild von „klarer Armut“ im koreanischen BuddhismusCreatrip Team
2 months ago
Die neue 630+ Seiten umfassende Biographie „Myom“ (묘엄) zeichnet das Leben und die Praxis von Myom Sunim (1932–2011) nach, einer führenden koreanischen buddhistischen Nonne, die beim Aufbau des modernen Nonnenordens (비구니) mitwirkte. Als Tochter der berühmten Cheongdam Sunim verließ Myom nach der Grundschule die Schule, um zu ordinierten, und wurde von führenden Meistern in Meditation (참선), klösterlicher Disziplin (율) und Schrifttum ausgebildet. Das Buch dokumentiert das Tempelleben von der Zeit vor der Befreiung bis zu den Reformbewegungen der Mitte des 20. Jahrhunderts und dem Ausbau der Nonnenbildung an Orten wie Bonyeongsa. Ein wiederkehrendes Thema ist das strenge, demütige Leben – was der Autor „klare Armut“ nennt – veranschaulicht durch Praktiken wie das Mitbringen eigener Vorräte (자비량), das Erhalten von Speisen oder Lehrhonoraren in Form von Reis, Bettelgaben (탁발) und strenge Sparsamkeit im Alltag. Anekdoten zeigen, wie selbst hochgestellte Lehrer geflickte Roben trugen oder ihre eigene Kleidung als Totentuch verwendeten, was späteren Minimalismus widerspiegelt, wie ihn Persönlichkeiten wie Beopjeong Sunim propagierten. Mit reicher Archivforschung und Feldbesuchen verfasst, ist die Biographie sowohl ehrerbietig als auch lesbar und wurde mit Beiträgen von Myoms Schülern redigiert.
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