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Warum K-Pop zu einer japanischen Touristenattraktion geworden istCreatrip Team
2 months ago
Letztes Jahr füllte die Mädchenband BabyMonster von YG Entertainment eine Arena mit 10.000 Plätzen in Chiba, Japan, während groß angelegte K‑Pop‑Konzerte in Korea rar waren — nicht wegen fehlender Fans, sondern wegen fehlender geeigneter Veranstaltungsorte. Korea ist stark auf Stadien und Turnhallen angewiesen, hat nur wenige speziell für große Kapazitäten ausgelegte Arenen und begrenzte Verfügbarkeit an Wochenenden oder für aufeinanderfolgende Shows. Japan dagegen hat kürzlich mehrere Arenen mit 10.000–17.000 Plätzen in Tokio, Nagoya, Kobe und Kagawa eröffnet, was Tourplanungen erleichtert und große K‑Pop‑Acts dazu veranlasst, Japan als wichtigen Tour‑Knotenpunkt zu nutzen. Mit ungefähr 40 Millionen ausländischen Besuchern in Japan gegenüber etwa 18,5 Millionen in Korea im letzten Jahr wird die touristische Lücke teilweise durch Unterhaltungsinfrastruktur verursacht: Wenn große K‑Pop‑Shows in Japan stattfinden, profitieren Flüge, Hotels, Gastronomie und Shopping in Japan davon. Das Kulturministerium Koreas plant, 12 Milliarden Won auszugeben, um durch Umnutzung von Mehrzweckstadien mehr „temporäre Veranstaltungsorte“ zu schaffen, bis neue spezialisierte Arenen gebaut sind. Experten warnen jedoch, dass provisorische Maßnahmen — Verbesserung von Ton und Licht — nicht ausreichen werden: Große Tourneen benötigen ausreichende Stromversorgung, Ladezonen, Bühnenlogistik, Sicherheitskonzepte und gute Sichtachsen für das Publikum. Damit die Finanzierung langfristig Wirkung zeigt, braucht Korea einen klaren Zeitplan für dedizierte Veranstaltungsorte, Betriebsmodelle und nachhaltige Einnahmepläne, damit der globale Schwung des K‑Pop dem heimischen Live‑Musik‑Ökosystem zugutekommt.
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