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Wie ein klägliches Museum das Werk „Church“ von Jung Gyu sicherte (MMCA Collection Story)Creatrip Team
2 months ago
Das Nationalmuseum für Moderne und Zeitgenössische Kunst (MMCA) in Korea erwarb Jung Gyus Gemälde „Kirche“ (Öl auf Leinwand) von 1955 früh in seiner Sammelgeschichte trotz knapper Budgets. Mit der Inventarnummer MMCA 137 stammte das Werk aus der Sammlung des befreundeten Künstlers Lee Hang-seong nach einer posthumen Ausstellung für Jung im Jahr 1972; Jung war 1971 gestorben. Jungs reduzierter, geometrischer Stil – erkennbar an vereinfachten Formen wie Bäumen, einer Kirche und Gefäßen – verbindet hochchromatische Farbflächen mit geschichteter Untermalung und zeigt kubistische Einflüsse. Er verstand Abstraktion als in gelebter Realität und traditionellen koreanischen Bildmotiven verwurzelt und nicht als fremde Mode und strebte nach einer „realistischen Kunst“, geformt durch zeitgenössische Erfahrung. Jung fügte Kompositionen oft spielerische Akzente hinzu und integrierte sogar seine Signatur (unterzeichnet mit dem Zeichen 圭) in die Bildebene. Das Werk spiegelt Nachkriegshoffnungen und Humanismus wider und ist im MMCA Cheongju bis zum 8. März zu sehen. Der Artikel verweist zudem auf die Seltenheit von Jungs erhaltenen Werken und hofft, dass verlorene Stücke wieder auftauchen, um sein vielfältiges Schaffen in Malerei, Druckgrafik und Keramik umfassender zu zeigen.
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