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Jahr des Pferdes: Die treibende Energie von Kim Ki-changs 'Gunnma-do'Creatrip Team
2 months ago
In einem kunsttheoretischen Essay über Kim Ki-changs vierteiliges Gemälde von 1955 Gunnma-do (群馬圖, „Herd von Pferden“) beschreibt die Autorin die rohe Energie des Bildes: sechs Pferde mit erhobenen Hälsen und verdrehten Körpern stürmen in einem kreisförmigen Gewirr vorwärts. Nach dem Koreakrieg auf einem fünf Meter breiten Schirm gemalt, fängt das Werk kollektiven Schwung ein – Überleben durch gemeinsame Kraft statt durch individuellen Willensstärke. Kim betrachtete Pferde als sauber, schlau, mutig: schnell zornig, aber sanft, wenn sie ruhig sind. Das Gemälde übersetzt menschliche Emotion in Bewegung, zeigt Köpfe, die in alle Richtungen weisen, aber niemals stehen bleiben. Der Essay fordert die Lesenden auf, 2026 wie diese Pferde zu beginnen – perfekte Pläne und entschlossene Vorsätze aufzugeben, dem Schwung und dem Schub anderer zu vertrauen und den ersten Schritt zu tun, ohne immer nach dem Warum zu fragen. Er rahmt das „ohne Grund Laufen“ als eine Möglichkeit, die Angst vor kurzlebigen Vorsätzen (작심삼일) zu überwinden.
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