logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
FlagFillIconNow In Korea
Doegwanjeong-Stätte im zentralen Seoul: vom kaiserlichen Gästehaus zur Residenz des japanischen Kommandanten, heute ein Parkplatz
Creatrip Team
2 months ago
news feed thumbnail
Im Zentrum Seouls in der Sogong-ro 103 (zwischen der Bank of Korea und dem Westin Chosun) stand einst die Daegwanjeong (大觀亭) — ursprünglich 1898 vom Missionar-Journalisten Homer Hulbert errichtet und später von Kaiser Gojong als Staatsgaststätte des Koreanischen Kaiserreichs erworben. Dort fanden Zeremonien statt, etwa Gojongs 40. Regierungsjubiläum im Jahr 1902. Während der japanischen Besatzungszeit wurde das Gebäude zur Residenz des japanischen Garnisonskommandanten Hasegawa Yoshimichi (später der 2. Generalgouverneur), und das Viertel war als Janggokcheonjeong (町) bekannt. Nachdem die Garnison 1911 umgezogen war, wurde das Gelände 1927 zur Gyeongseong-Stadtbibliothek und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum mit Cafés und Salons, die von Künstlern und Schriftstellern frequentiert wurden. Nach der Befreiung diente es als Namdaemun-Bibliothek, beherbergte 1966 kurzzeitig ein Parteibüro und wurde 1976 abgerissen, um einem Parkplatz Platz zu machen; das Eigentum wechselte über Jahrzehnte, und das Grundstück wird derzeit für ein Boyoung (부영)-Hotel neu bebaut. Ein neu erschienenes Forschungsbuch des Nationalmuseums für die moderne koreanische Geschichte, „Vergrabene Daegwanjeong, Die Erinnerung an diesen Raum“, ist die erste Monographie über den Ort und plädiert dafür, die vielfach geschichteten, oft schmerzhaften modernen Erinnerungen dieses Ortes zu bewahren, auch wenn neue Gebäude entstehen.
Gefällt Ihnen diese Information?

LoadingIcon