Now In Korea
Neues Meldepflichtsystem für Kunstleistungen ab Juli — Steigerung der Transparenz oder Abkühlung des Marktes?Creatrip Team
2 months ago
Ab dem 26. Juli 2026 wird Südkorea sechs Arten von Kunstdienstleistungen — Galeriebetrieb (화랑업), Kunstauktionen, Kunstberatung, Vermietung/Verkauf, Begutachtung und Ausstellungsdienstleistungen — nach dem neuen Kunstförderungsgesetz zur Registrierung verpflichten. Die Regierung sagt, das 신고제 (Meldepflicht) werde die Markttransparenz verbessern, bessere Branchenkennzahlen und Verbraucherschutz ermöglichen und Betrug sowie Fälschungen eindämmen. Verstöße könnten Geschäftsschließungen oder Geldstrafen nach sich ziehen. Galerien und Sammler befürchten jedoch, dass die Regel sensible Verkaufsdaten und die Privatsphäre bei privaten Verkäufen offenlegen und damit einen Markt schrumpfen lassen könnte, der stark von einzelnen Sammlern abhängt. Ein damit verbundenes 2027 geplantes Gesetz zur Einführung eines Weiterverkaufsvergütungsrechts (추급권) für Künstler — das Schöpfern einen Anteil bei Weiterverkäufen einräumt — sorgt für weitere Debatten: Während es Künstler schützt (wie in der EU/UK), könnten verbindliche Regeln in einem weniger entwickelten Markt Transaktionen entmutigen oder aufstrebenden Künstlern schaden. Branchenvertreter fordern Politiken, die die Nachfrage ausweiten (zum Beispiel durch Förderung von Unternehmenskäufen) und steuerliche Änderungen zur Unterstützung des Marktwachstums; sie argumentieren, dass sorgfältige Gestaltung und phasenweise Umsetzung entscheiden werden, ob das neue Regime die Transparenz erhöht oder die Aktivität unterdrückt.
Gefällt Ihnen diese Information?