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Die australische Geschichte durch indigene Augen sehen — Einzelausstellung von Daniel BoydCreatrip Team
3 months ago
Daniel Boyd, ein Künstler mit indigenen Wurzeln aus Cairns, eröffnet eine Einzelausstellung „Finnegan’s Wake“ in der Gallery Hyundai (Seogye-dong, Seoul), in der er die koloniale Geschichte Australiens aus indigenen Perspektiven neu konstruiert. Boyd übermalt Szenen aus einem australischen Sozialkunde-Comic für Kinder von 1958, das indigene Stimmen auslöschte, und überdeckt Teile davon mit wiederholten Punkten und schwarzer Farbe, um die ursprünglichen Erzählungen zu dekolonisieren. Seine Punkttechnik zerlegt eine einzige Sichtweise in viele und widersetzt sich so linearen westlichen Geschichtsvorstellungen. Zu den Werken gehören punktbedeckte Skizzen klassischer griechischer und römischer Skulpturen, die Vorstellungen universeller Schönheit in Frage stellen, sowie eine gemalte Partitur mit dem Titel „Indigenous Nonsense Song“, die kritisiert, wie Kolonialisten indigene Lieder und Rituale als „Unsinn“ bezeichneten. Boyd betont die Rolle der Betrachter: Sobald jemand vor einem Werk steht, wird seine Erfahrung Teil des Stücks. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Februar nächsten Jahres. (Cairns: eine Stadt in Queensland, Australien)
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