logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
logo
FlagFillIconNow In Korea
Eine Welt des durchsichtigen Atems: Begegnung mit dem ursprünglichen Leben in Shin Su-seongs Tierkunst
Creatrip Team
3 months ago
news feed thumbnail
Der Künstler Shin Su-seong, der als entwicklungsbehindert beschrieben wird, hat still und heimlich eine unverwechselbare Praxis aufgebaut, indem er Tiere zeichnete – bis Dezember 2025 insgesamt 1.525 Arten – und seit seiner Kindheit oft Zoos und Aquarien besuchte. Für ihn boten Tiere eine sichere, nicht wertende Möglichkeit, Verbindung zu lernen, wenn direkter Blickkontakt mit Menschen schwierig war. Seine Einzelausstellung „Standing Under the Thicket“ (Gallery1, Seoul, 6.–30. Dez.) versammelt etwa 200 Arbeiten, um Tiere nicht als taxonomische Kategorien, sondern als relationale Wesen neu zu fassen: „Familien“, „Sammler“, „Weise“ und mehr. Shin malt einfach und intuitiv und erfasst Form und Lebenswärme durch Linie und Farbe statt durch Dekoration. Jede Arbeit führt den Artnamen auf Koreanisch, Japanisch und Englisch auf – ein persönlicher Beleg dafür, das Subjekt wirklich gesehen zu haben. Zu den Installationen gehören Walgemälde mit Tiefsee-Klanglandschaften und ein „Noahs Arche“-Werk, das visuelle Hierarchien umkehrt, indem verschiedene Tiere die Betrachter anblicken und zur Reflexion über die Parität von Mensch und Tier sowie ökologische Verantwortung anregen. Insgesamt versucht die Ausstellung, unsere verlorene sinnliche Verbindung zur Natur (Wissenschaftler nennen die Wahrnehmungswelt eines Organismus „Umwelt“) wiederzubeleben und die Betrachter daran zu erinnern, dass Zeichnen ein Ausdruck von Liebe sein kann – ein Wiederaufbau einer geteilten, atmenden Welt, in der Menschen Gefährten unter vielen Lebewesen sind.
Gefällt Ihnen diese Information?

LoadingIcon