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Newes Musical „The Man in Hanbok“ stellt das Joseon-Genie Jang Yeong-sil neu vorCreatrip Team
3 months ago
Ein neues originales K-Musical, „The Man in Hanbok“, hatte seine Premiere im Chungmu Art Center in Seoul und erkundet fantasievoll das geheimnisvolle Schicksal des Erfinders aus der Joseon-Zeit Jang Yeong-sil. Basierend auf dem Roman von Lee Sang-hoon entwirft die Aufführung eine mutige alternative Geschichte, in der Jang überlebt, nach Italien reist und auf einen jungen Leonardo da Vinci trifft, ja sogar die Renaissance beeinflusst. Die Produktion stellt traditionelles koreanisches Bühnenbild – etwa ein geschwungenes Gyeongbokgung Geunjeongjeon (Haupthalle des Königspalastes) Set und geometrische Lichtmuster – einem prächtigen europäischen zweiten Akt mit hohen Säulen und großen Skulpturen gegenüber. Musikalische und visuelle Elemente stützen sich auf koreanische Tradition: Eine ergreifende Nummer namens „Missing You“ verwendet eine ho-rongbul (traditionelle Öllampe) und tuscheähnliche (sumi-e) Projektionen von Kiefern und Pavillons, während die Partitur Volkslieder wie Mil-yang Arirang, daechwita (königliche Prozessionsmusik) und taepyeongso (traditionelles Blasinstrument) mit Orchesterarrangements verbindet. Die Darsteller übernehmen über 600 Jahre hinweg Doppelfunktionen, was die dramatische Bandbreite erhöht, doch manche Zuschauer empfanden die starke Straffung der Handlung im zweiten Akt – in dem der europäische Handlungsstrang entfaltet wird – als schwer nachvollziehbar. Regisseurin Kwon Eun-ah räumte die fantasievolle, aber potenziell kontroverse Prämisse ein. Die Spielzeit läuft bis zum 8. März nächsten Jahres.
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