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Die Ehrung des Friedens an einem ehemaligen Schießplatz: Mario Bottas Maehyangri-FriedensdenkmalCreatrip Team
3 months ago
Der Schweizer Architekt Mario Botta, bekannt für seine geometrischen Formen und den dramatischen Einsatz von Ziegel und Licht, hat ein weiteres Werk in Korea: das Maehyangri-Friedensdenkmal in Hwaseong. Eröffnet im April, liegen das Denkmal und sein Aussichtspunkt in Maehyangri, einst ein US-Schieß- und Bombentrainingsgelände, das die Anwohner 55 Jahre lang belastete, bis das Übungsgebiet 2005 geschlossen wurde. Bottas rotziegelne, halbkreisförmige Gebäude mit einer M-förmigen Kolonnade umfasst das ehemalige Übungsgelände – und symbolisiert die Verbindung zur Vergangenheit. Im Erdgeschoss befindet sich ein Kinderaktivitätsraum; im zweiten Stock sind Dauerausstellungen und Sonderausstellungen untergebracht, die die Geschichte und Schließung des Geländes dokumentieren. Ein vertikales, ringförmiges Monument vor dem Gebäude dient als Gedenkstätte und Aussichtspunkt; seine durchgehenden Kreise stehen für anhaltende Erinnerung und den Wunsch nach dauerhaftem Frieden. Sechs Originalbauten des Übungsgeländes (Wachposten, Schießleitstelle, Offiziersbaracken usw.) sind im Park erhalten und als Outstanding Architectural Asset Nr. 1 der Gyeonggi-do registriert. Vom 42 m hohen Aussichtspunkt aus können Besucher die ehemaligen Übungsgebäude, die Insel Nongsom (농섬) und das Gelbe Meer sehen – ein nachdenklicher Abschluss eines architektonischen Besuchs, der Erinnerung, Heilung und Landschaft verbindet.
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