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Food-'Desert' zwingt ältere Koreaner dazu, beim Einkaufen ihr Leben zu riskierenCreatrip Team
3 months ago
Im Dorf Dogok‑ri, einem abgelegenen Ort in Dangjin, Chungcheong‑Namdo, leben 59 Einwohner mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren mehr als 2–3 km von jedem Lebensmittelhändler entfernt — ein Gebiet, das die Medien als „Food Desert“ (식품사막) bezeichnen. Nur drei spärlich gelegene Convenience‑Shops liegen etwa 3 km entfernt und bieten überwiegend Fertignahrungsmittel; frisches Obst und Gemüse, Milchprodukte und Fleisch erfordern eine 7 km lange Fahrt zum nächstgelegenen Nonghyup Hanaro Mart. Die Strecke vom Dorf ist schmal und kurvenreich und trifft dann auf eine vielbefahrene zweispurige Straße, die von Schwertransporter‑LKW aus nahegelegenen Industriegebieten genutzt wird. Bei eingeschränktem öffentlichen Nahverkehr nutzen viele Ältere langsame elektrische Rollstühle (vor Ort liebevoll „Mercedes“ genannt) oder kleine landwirtschaftliche ATVs und tragen provisorische Helme, was sie einem hohen Unfallrisiko aussetzt. In der Gemeinde hat es bereits Opfer gegeben, und es ist schwierig, profitable Buslinien oder regelmäßige Lieferungen anzuziehen; mobile Märkte haben geholfen, doch der Zugang bleibt ein drängendes Problem, das mit dem Altern der Bevölkerung und dem ländlichen Niedergang verknüpft ist.
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