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Verschmelzung von Technik und Lyrik: Retrospektive des Bildhauers Ahn Hyung-nam im Moran MuseumCreatrip Team
3 months ago
Die Retrospektive des Bildhauers Ahn Hyung-nam „Indivisible: The Narratives of Ahn Hyung-nam“ läuft bis zum 28. im Moran Museum in Namyangju. Die Schau versammelt Werke, die seine Familiengeschichte und seine diasporische Identität widerspiegeln, und markiert seine erste groß angelegte Retrospektive seit 2014. International anerkannt ist Ahn seit seiner Ausstellung mit Nam June Paik im Jahr 1982; er ist bekannt für kinetische Skulpturen, die Licht, Klang, Zeit und Raum erforschen. Die Ausstellung erstreckt sich über das Museum, das nahegelegene Baekryeonsa (eine buddhistische Einsiedelei) und Außen-Terrassen und zeigt große in den USA entstandene Arbeiten, venezianische Stücke wie „Eve and Adam“, die Gedichte seines Vaters und seine Zeichnungen — alles Zeugnisse eines Künstlers, der vom Leben im Ausland geprägt wurde. Ein monumentales Tuschegemälde „The Fairy and the Woodcutter“ an der Wand einer ehemaligen Tempelhalle ist mit Shin Ji-hos Medienkunst und Lee Su-hyuns Klanginstallation gepaart, um das philosophische Thema „Dinge, die man niemals für immer festhalten kann“ zu beschwören. Installationen wie „Jacob’s Ladder“, konstruiert aus alten Hanok-Dachziegeln und einem Drachenkopf, verorten metaphorisch einen „flexiblen Punkt“ zwischen Vision und Gewissheit. Kuratorin Kate Shin von der Waterfall Art Foundation in New York leitete das Projekt, und Kritiker merken an, wie Ahns Mischung aus Neon, Objekten und Handwerk „die Grenze zwischen Technologie und Lyrik aufbricht“, während sie die diasporische koreanische Moderne nachzeichnet.
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