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40 Jahre Forschung zur Sojabohnenqualität: Klima, Regionen und nachhaltige LandwirtschaftCreatrip Team
3 months ago
Seit 40 Jahren verfolgen Forscher in Minnesota die Qualität von US-Sojabohnen, um Käufern zu helfen und Landwirte bei der Produktion von „nachhaltiger Soja“ zu unterstützen. Die jährliche U.S. Soy Buyers Outlook Conference (dieses Jahr am 13. November in Seoul abgehalten) veröffentlichte die Ergebnisse für 2025 und zeigte einen durchschnittlichen Proteingehalt von 33,8 % und einen Ölgehalt von 19,4 %, also etwa im Bereich der 10-Jahres-Durchschnitte, obwohl die regionale Verteilung des Proteins ungewöhnlich war. Forschungsleiter Prof. Seth Naeve erklärt, dass die Genetik die Grundlage für den Protein- und Ölgehalt einer Ernte festlegt, während Region, Anbaupraktiken und Wetter die jährlichen Schwankungen verursachen. Im Laufe von vier Jahrzehnten haben sich die Sojabohnenerzeugungsgebiete in den USA nach Norden und Westen verschoben (um bis zu 300–600 km), teilweise aufgrund des Klimawandels, der Marktnachfrage (insbesondere Chinas großer Importanteil) und Vorlieben bei Fruchtfolgen (Sojabohnen binden Stickstoff und kommen dem Boden zugute). US-Landwirte kombinieren konservierende Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte und Fruchtfolge mit Präzisionswerkzeugen (Drohnen, Satelliten, Bodensensoren) und variabel dosierten Betriebsmitteln, um organische Bodensubstanz und langfristige Erträge zu schützen. Unterschiede zwischen gemäßigten Produzenten (USA, nördliches China, Korea, Japan) und tropischen/neuen Produzenten (Brasilien) beeinflussen Schädlingsdruck, Trocknungsbedarf und Inputeinsatz. Langfristig konsistente Daten erlauben die Erkennung subtiler Trends und helfen bei der Entwicklung neuer Verwendungen für Soja (z. B. Ersatz von Fischmehl durch Sojaschrot in der Aquakultur). Naeve warnt, dass der Klimawandel die Anbaugebiete weiter verschieben und die Risiken erhöhen wird, doch die Rolle der Soja als wichtige pflanzliche Eiweißquelle bleibt entscheidend.
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