Now In Korea
Vertraut und doch neu: Zehn Künstler reflektieren über Korea in 'In Situ'Creatrip Team
3 months ago
Die Ausstellung „In Situ“ des Arko Museums zeigt Arbeiten von zehn Gastkünstlern, die Zeit im neuen Arko-Atelier in Pyeongchang-dong, Seoul, verbracht haben. Über einen offenen Aufruf ausgewählt, arbeiteten die Künstler in zwei Kohorten (Juni–September und Oktober–Dezember) und verwandelten ihre Erfahrungen mit dem Ort in vielfältige Kunstwerke, die persönliche Erinnerungen mit lokalen Geschichten verbinden. Zu den Höhepunkten gehören der japanische Künstler Yusuke Taninaka mit seine(n) zeit- und heilungsbezogenen diagrammatischen Zeichnungen, inspiriert von iPS-(induzierte pluripotente Stammzellen-)Wissenschaft und Heilkräutern vom Gyeongdong Market; die vietnamesische Künstlerin Bui Bao Tram mit imaginären Karten, die Elstern und Tigergräber in Seoul verknüpfen; der koreanische Maler Yun Hang-ro mit Leinwänden von sich veränderndem Licht und Wasserläufen, beobachtet zwischen dem Residency-Aufenthalt und seinem Zuhause in Buam-dong; und die polnische Fotografin Katarzyna Masur mit der Gegenüberstellung von Familienfotos aus der sozialistischen Ära und Bildern aus Koreas autoritärer Vergangenheit. Der mosambikanische Künstler Ugo Mendes erkundet gemeinsame koloniale Erinnerungen durch großformatige Drucke mit spiritueller Ikonographie. Kuratorin Shin Bo-seul rahmt die Schau — zu sehen in den ersten und zweiten Stockwerken des Museums bis zum 18. Januar — als eine Untersuchung der ortsspezifischen Rolle der Residency: des kreativen Raums in Pyeongchang-dong, des Ausstellungsortes in Daehangno und der jeweiligen Heimatländer der Künstler. („In situ“ ist Latein für „am ursprünglichen Ort“.)
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