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Südkoreanische Alkoholindustrie steht wegen veralteter Steuervorschriften vor einem „Kater“Creatrip Team
4 months ago
Auf der 17. Hong Kong International Wine & Spirits Fair zeigten Hongkong und Japan, wie politische Entscheidungen Getränkeindustrien fördern können. Hongkong schaffte 2008 die Weinzölle ab und senkte später die Spirituosensteuern, baute Logistik-, Lager- und Reexportinfrastrukturen aus und wurde so zu einem asiatischen Handelszentrum. Japan subventioniert aktiv Sake-Exporteure und deren Promotion und hat die Sake-Exporte über ein Jahrzehnt verdreifacht. Im Gegensatz dazu steckt Korea weiterhin bei einer wertabhängigen Alkoholsteuer (종가세) fest, die Produkte nach Verkaufspreis besteuert; bessere Zutaten oder längere Lagerung erhöhen die Steuer und entmutigen die Produktion von Premiumprodukten. Forderungen, auf eine mengenbezogene Steuer nach Alkoholgehalt und -volumen (종량세) umzusteigen, sind aus politischen Gründen wiederholt gescheitert. Experten sagen, Reformen beträfen nicht nur Steuersenkungen, sondern die Neugestaltung von Anreizen zur Unterstützung kleiner regionaler Brauereien, Premium-Destillerien und Exporteure; ohne Veränderungen riskieren Koreas Getränkebetriebe, auf den globalen Märkten an Präsenz zu verlieren. (Hong Kong International Wine & Spirits Fair: große asiatische Fachmesse)
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