Now In Korea
Der Medizintourismus Südkoreas boomt, braucht aber Qualitätswandel: Bericht empfiehlt K-MTA, DiversifizierungCreatrip Team
4 months ago
Ein Forschungsbericht von Yanolja Research stellt fest, dass die Ankünfte von medizinischen Touristen in Südkorea 2024 auf 1,17 Millionen anstiegen — etwa 235 % des Niveaus vor der Pandemie (2019) — angetrieben von K-Culture, wettbewerbsfähigen Preisen und steigender Nachfrage aus alternden Ländern. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Patient lagen bei 2.408 USD, was auf hohen Wert hinweist. Das Wachstum ist jedoch ungleich: 85,4 % der ausländischen Patienten kamen nach Seoul und 77,3 % der Ausgaben konzentrierten sich auf kosmetische und dermatologische Behandlungen. Kritisch ist, dass Besuche wegen schwerer, bedarfsorientierter Erkrankungen (Krebs, Herzkrankheiten) unter dem Niveau von 2019 bleiben (z. B. sanken die ausländischen Krebspatienten auf 7.147). Das Vertrauen der Patienten in die klinische Kompetenz ist hoch, doch Bequemlichkeit, Services für ausländische Patienten und Nachsorge schneiden schlecht ab. Der Bericht empfiehlt die Schaffung einer starken Zentralstelle (vorgeschlagene „K-MTA“ — Korea Medical Tourism Authority), den Wechsel von einer Registrierung zu einem strengen Zertifizierungssystem für Anbieter, verpflichtende Standardverträge, ein „K-Smart“-Fernnachsorgesystem für zurückkehrende Patienten (nicht-behandlungsbezogene Konsultationen), die Entwicklung erholungsorientierter Tourismuspakete, die Behandlung mit lokalen Wellnessangeboten (Spas, Waldtherapie) verbinden, sowie eine integrierte Plattform, die Suche–Buchung–Behandlung–Tourismus–Nachsorge abdeckt. Forscher fordern, über K-Beauty und Seoul hinaus zu diversifizieren, um bedarfsorientierte medizinische Reisende zu gewinnen und die Tourismuserträge regional zu verteilen.
Gefällt Ihnen diese Information?