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Aus der Ferne abstrakt, aus der Nähe dichte Erzählungen: Kim Hoon-kyu Einzelausstellung 'The Prayers'Creatrip Team
4 months ago
Kim Hoon-kyu, ein in Korea geborener Künstler mit Sitz in London, eröffnet seine Einzelausstellung 'The Prayers' bei Perrotin Seoul und zeigt 17 Werke (13 Gemälde und 4 Zeichnungen), die 2024–25 entstanden sind. Mit traditionellen ostasiatischen Seidenmaltechniken ('bidancheaesaek') schichtet Kim Farben, sodass die Leinwände aus der Ferne als abstrakte Muster erscheinen, sich aus der Nähe jedoch zu dichten, figürlichen Szenen offenbaren. Anstelle von Menschen spielen Tiere — Schweine, Kaninchen, Mäuse, Katzen — allegorische Dramen: sie kämpfen, führen Rituale auf und zerstören Dinge, um Konfrontationen von Glauben, Ordnung versus Chaos und die Vermischung von Religion und Politik offenzulegen. Ein zentrales Werk, The Blue 2024, setzt Pariser Ikonographie (die gläserne Pyramide des Louvre) und Hähne inmitten von Protesten und Polizeikonflikten, um romantisierte Ansichten über Europa zu kritisieren. Andere, in Korea angesiedelte Arbeiten zeigen rotdominierte Bilder mit Kirchtürmen, wehenden Taegeuk-Flaggen (Südkoreas Nationalflagge) und leidenschaftlichen Tierverehrern, die Kims Auffassung widerspiegeln, dass politische Identität quasi-religiös geworden ist. Die Ausstellung läuft bis zum 20. Dezember.
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